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nachhaltig bauen.

Der Neubau der Umkleide- und Sanitäranlagen für den Tennisclub in Lorentzweiler interpretiert die Typologie eines einfachen, archetypischen Baukörpers neu. Als kompakter Bau fügt sich das Gebäude selbstverständlich in die ländliche Umgebung ein und verbindet funktionale Anforderungen mit einem konsequent nachhaltigen Ansatz.

projekt
Neubau Tennisumkleide
land
Luxemburg
jahr
2017 – 2018
lp
1 – 9
bgf
ca. 98,00 m²
bauherr
Gemeinde Lorentzweiler

Herausforderung

Ziel des Projekts war es, einen barrierefreien Neubau zu entwickeln, der den Anforderungen des Tennis-Sportbetriebs gerecht wird und gleichzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen widergespiegelt. Neben der funktionalen Organisation der Räume lag der Fokus insbesondere auf der Auswahl ökologischer Materialien sowie der Umsetzung eines zukunftsfähigen Baukonzepts.

Konzept und Gestaltungsansatz

Das Gebäude folgt einer klaren, reduzierten Formensprache mit einem asymmetrischen Satteldach, das sowohl funktionale als auch gestalterische Qualitäten vereint. Die beiden Hauptfassaden reagieren unterschiedlich auf ihre Umgebung und schaffen durch gezielte Öffnungen sowie überdachte Bereiche geschützte Übergänge zwischen Innen- und Außenraum.

Ein umlaufendes Podest sowie der vorgelagerte Laubengang verleihen dem Baukörper eine klare Struktur und definieren gleichzeitig einen geschützten Erschließungsbereich.

Holzlamellen-Fassade mit Satteldach im Morgennebel am Tennisclub Lorentzweiler

Raumkonzept

Die innere Organisation ist klar und funktional gegliedert. Die Umkleideräume sind nach Geschlechtern getrennt und jeweils mit den notwendigen Sanitärbereichen ausgestattet.

Kurze Wege sowie eine intuitive Erschließung ermöglichen einen reibungslosen Ablauf für Nutzer und Besucher. Die überdachten Außenbereiche erweitern die Nutzung und bieten zusätzlichen Schutz sowie Aufenthaltsqualität.

Materialien und Konstruktion

Die Fassade kombiniert eine helle, reduzierte Oberfläche mit einer umlaufenden Holzstruktur die dem Gebäude Wärme und Tiefe verleiht. Die in dem Konzept verwendeten Materialien untermauern den nachhaltigen Anspruch des Gebäudes.

Ein besonderes Element stellt der Einsatz von Miscanthus als Baustoff dar, der als nachwachsender Rohstoff zur Verbesserung der ökologischen Bilanz beiträgt. Die Konstruktion ist  auf Langlebigkeit sowie eine möglichst vollständige Wiederverwendbarkeit ausgelegt.

Nahaufnahme Miscanthus-Baustoff mit runder Öffnung im nachhaltigen Neubau Lorentzweiler

Nachhaltigkeit und Energiekonzept

Das Gebäude folgt konsequent den Prinzipien des ressourcenschonenden Bauens. Die verwendeten Materialien sind weitgehend kreislauffähig und unterstützen eine nachhaltige Nutzung über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

Der Einsatz ökologischer Baustoffe sowie die kompakte Bauweise tragen zu einer positiven CO²-Bilanz bei. Ergänzende Maßnahmen wie die Nutzung erneuerbarer Energien unterstützen den effizienten Betrieb des Gebäudes.

Ergebnis und Resonanz

Mit dem Projekt entsteht ein funktionaler und zugleich zukunftsorientierter Baukörper, der zeigt, wie nachhaltige Architektur im kleinen Maßstab umgesetzt werden kann.
Die klare Gestaltung sowie der bewusste Einsatz von Materialien verleihen dem Gebäude eine ruhige, selbstverständliche Präsenz im Kontext des Sportareals.